Be-up die Studie

Die Be-Up Studie – Forschung für eine selbstbestimmte Geburt.

Die Be-Up Studie untersuchte, wie eine alternativ gestaltete Gebärumgebung mehr Bewegungsfreiheit und unterschiedliche Geburtspositionen während der Geburt ermöglichen kann. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie die Umgebung die Gebärende dabei unterstützen kann, ihren individuellen Bedürfnissen und ihrem Bewegungsimpuls zu folgen.

Die Be-Up Studie untersuchte, wie eine alternativ gestaltete Gebärumgebung Bewegungsfreiheit und unterschiedliche Geburtspositionen während der Geburt unterstützen kann.

Die Be-Up Studie wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit rund 1,5 Millionen Euro gefördert und wissenschaftlich von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg geleitet.

Im Mittelpunkt der Studie stand eine Gebärumgebung, die Frauen mehr Raum für Bewegung und unterschiedliche Geburtspositionen bietet und sie darin unterstützt, während der Geburt ihren individuellen Bedürfnissen zu folgen.

In der „Be-Up: Geburt aktiv“-Studie wurde untersucht, welchen Einfluss ein speziell gestalteter Gebärraum auf den Geburtsverlauf und das Geburtserleben hat. Im Mittelpunkt standen mehr Bewegungsfreiheit, aufrechte Geburtspositionen und die Möglichkeit einer selbstbestimmten Geburt.

Die alternative Gebärumgebung gab Frauen mehr Raum, sich frei zu bewegen und unterschiedliche Geburtspositionen einzunehmen. Untersucht wurde insbesondere, wie häufig aufrechte Positionen genutzt wurden und welchen Einfluss die Gestaltung des Gebärraums auf das Bewegungsverhalten hatte.

Untersucht wurde auch, welche Bedeutung die Gestaltung des Gebärraums für eine selbstbestimmte Geburt hat. Verschiedene Möglichkeiten zum Sitzen, Knien, Abstützen und Positionieren sollten Frauen dabei unterstützen, den Raum entsprechend ihren individuellen Bedürfnissen zu nutzen.

Die Be-Up Studie untersuchte eine alternativ gestaltete Gebärumgebung unter wissenschaftlichen Bedingungen. Die wichtigsten Eckdaten der Studie im Überblick:

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

2018–2021 · 22 Kliniken

über 3700 Frauen

Frauen im Be-Up Gebärraum nahmen während der Geburt häufiger aufrechte Körperpositionen ein und verbrachten weniger Zeit in liegenden Positionen. Die Studienergebnisse zeigen zudem einen signifikanten Zusammenhang zwischen aufrechten Körperpositionen und dem Erleben von Selbstbestimmung während der Geburt.

Im Be-Up Gebärraum gebaren 89,1 % der Frauen vaginal. Die Ausstattung des Be-Up Gebärraums wurde von vielen Frauen als hilfreich oder äußerst hilfreich bewertet: 75 % nannten die Schaumstoffwürfel, 67 % die Bodenmatte und 47 % den Gebärwürfel. Die Ergebnisse zeigen damit, welche Elemente des Be-Up Gebärraums von den Frauen während der Geburt besonders hilfreich erlebt wurden.

Frauen, die ihr erstes Kind zur Welt brachten, berichteten im Be-Up Gebärraum von mehr Selbstvertrauen und Zuversicht. Angst oder Panik traten seltener auf – ein statistisch signifikanter Unterschied.

Die Be-Up Gebärumgebung erwies sich für Mutter und Kind als ebenso sicher wie ein üblicher Gebärraum. Komplikationen bei Mutter und Kind traten nicht häufiger auf. Auch die begleitende Sicherheitsüberwachung der Studie bestätigte die Sicherheit für Mutter und Kind.

Ergänzend zu den dargestellten Studienergebnissen finden Sie hier weiterführende wissenschaftliche Unterlagen zur Be-Up Studie sowie zur Entwicklung und Einordnung der Be-Up Geburtselemente.

Die offiziellen Studienergebnisse geben einen vertiefenden Einblick in die wissenschaftlichen Erkenntnisse der Be-Up Studie und die untersuchte Gebärumgebung. Die vollständigen Ergebnisse und weiterführenden wissenschaftlichen Erkenntnisse stehen Ihnen hier als PDF zur Verfügung.

Die Universität bestätigt die besondere wissenschaftliche Einordnung der „Be-Up: Geburt aktiv“-Studie sowie die gemeinsame Entwicklung der Be-Up Schaumstoffelemente mit der Nanoform Airbag Sports GmbH. Die Be-Up Elemente werden exklusiv über unser Unternehmen vertrieben.

Die Ergebnisse der Be-Up Studie unterstreichen die Bedeutung von Bewegungsfreiheit, aufrechten Körperpositionen und Selbstbestimmung während der Geburt.

Auf Grundlage der Erfahrungen und Erkenntnisse aus der Studie wurden die eingesetzten Bodenmatten, Matratzen und Schaumstoffelemente nach Studienende weiter optimiert und für den Einsatz in der Geburtspraxis weiterentwickelt.

Heute schaffen die Be-Up Geburtselemente in Geburtskliniken und Geburtshäusern Raum für unterschiedliche Geburtspositionen, Bewegung und individuelle Bedürfnisse. Auch an Universitäten und Hochschulen werden sie eingesetzt und bringen die Erkenntnisse rund um eine bewegungsfördernde Gebärumgebung in Ausbildung und Lehre.

So wird aus wissenschaftlicher Forschung eine Gebärumgebung, die Frauen während der Geburt mehr Raum für Bewegung und Selbstbestimmung gibt.

Die Be-Up Studie wurde unter wissenschaftlicher Leitung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg durchgeführt und durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Medizinische Fakultät

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)